BLUSH ALWAYS Konzerte

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Line Up: Kind Of Tour


Künstlerische Neugier als Kompass, das Entdecken der Möglichkeiten als Ziel: Mit ihrem dritten Studioalbum, „Kind of Life“ beweist Blush Always die Beständigkeit ihrer rastlosen kreativen Kraft, deren Kern ihr exzellentes Gespür für emotionale Ehrlichkeit bildet.


Existenzielle Lebensfragen rücken an die Stelle der Coming-of-Age-Lyrik der ersten beiden Platten, und auch klanglich wird die in Leipzig heimische Musikerin und Songwriterin nun immer öfter abseits des druckvollen Indie- und Alternative-Rock-Sounds mit 90er-Jahre-Vibes fündig, der zuvor das Fundament ihrer Musik gebildet hatte. Das Vertrauen in die Magie des Moments ist ihr dabei wichtiger als sterile Perfektion.


Im Herbst 2024 kann Blush Always stolz auf drei innerhalb bemerkenswert kurzer Zeit erschienene Veröffentlichungen zurückblicken: die erste EP „Postpone“ (2022), das Debütalbum „You Deserve Romance“ (2023) und den nur 12 Monate später erschienenen LP-Nachfolger „An Ode To ?“. Hinzu kommen zwei deutschlandweite Headline-Tourneen und unzählige Festival- und Supportshows.


Ihr neues Album entsteht unter veränderten Vorzeichen: Während bei „You Deserve Romance“ die Kollaboration mit ihrer Live-Band und bei „An Ode To ?“ eine akribische Vorbereitung als Sicherheitsnetz gedient hatten, springt sie dieses Mal kurzerhand ins kalte Wasser. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Produzenten Magnus Wichmann, der auch diesmal geschmackssicher und mit untrüglichem Gespür für eine wuchtige, unter die Haut gehende Produktion sorgt und gleichzeitig als Co-Writer fungiert, entstehen die meisten der neuen Songs erstmals „from scratch“ im Studio.


„Ich war neugierig darauf, was entsteht, wenn ich die Songs nicht zu Hause mit der Gitarre schreibe und gewissermaßen von meinen eigenen Gitarrenskills eingeschränkt bin, sondern ‚unendliche‘ Möglichkeiten habe, Melodien zu schreiben“, verrät Blush Always.


Plötzlich können auch Basslines oder Drumbeats als Inspiration dienen, und die Freiheiten facettenreicher moderner Produktionsmöglichkeiten eröffnen ungeahnte Perspektiven in puncto Songwriting, wenn nichts muss und alles kann und sich die Lieder im Studio nach und nach zusammenfügen. Auch die Texte entstehen spontan im Studio durch expressives Schreiben und vermitteln oft den Eindruck, dass eher das Herz als der Kopf aus ihnen spricht. Das führt dazu, dass „Kind of Life“ bisweilen eine ungeschönte und experimentelle Seite von Blush Always betont, die den organischen Kern des Projekts zwar nicht verleugnet, ihn aber bei vielen Liedern in völlig neue klangliche und emotionale Sphären katapultiert.


Inhaltlich ist das neue Album ein Werk, auf dem sich Blush Always intensiv mit den Kernfragen des Lebens auseinandersetzt. Es geht hier um die großen, übergeordneten Themen unseres Daseins: Selbstbeobachtung und Identität, die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis, das Gefühl von Vergänglichkeit und Zeitdruck sowie das bedingungslose Zulassen von Verletzlichkeit.


Für Blush Always gleichen die Texte auf „Kind of Life“ einer Jagd nach Erkenntnis, sie sind der Versuch, sich einem Gefühl zu nähern, das sie zu greifen versucht. So erscheinen die Texte gleichermaßen kryptisch und klar. Intimität und Nähe spielen dabei oft eine wichtige Rolle. Bei „Why You“ etwa braucht es kaum mehr als Stimme und Akustikgitarre, um alle Barrieren zwischen Musikerin und Publikum niederzureißen. Dabei werfen die Songs viele Fragen auf, ohne konkrete Antworten anbieten zu wollen – oder zu müssen.


In dieser Hinsicht sind die neuen Tracks das Ergebnis einer inneren Bestandsaufnahme, bei der das Stellen der relevanten Fragen im Mittelpunkt steht, oder wie Blush Always selbst es formuliert: „Der Prozess an sich ist das Wichtige und nicht, ob man am Ende zu einer Antwort kommt. Ich muss gar nicht die Antwort darauf finden, was für ein Leben ich führen will. Mir diese Frage zu stellen, ist das Entscheidende.“


Zehn neue Stücke entstehen so innerhalb nur eines Monats, was nicht zuletzt auch ein bewusster Verzicht auf ständiges Editieren und Hinterfragen ermöglicht. Am Ende ist Blush Always manchmal selbst von den Resultaten überrascht. „Das war wie ein Tunnel“, erinnert sie sich. „Es ging darum, jeden Tag einfach zu schauen, was passiert, und sich fertige Songs auch nicht noch einmal anzuhören, sondern direkt mit dem nächsten weiterzumachen. Ich wollte in einen Flow kommen und gar nicht viel nachdenken.“


So wurde zum Beispiel „Fake it“ möglich, der Opener des Albums, der zugleich auch die erste Single ist. „I’m gonna fake it, until I make it“, singt sie im wuchtigen Ohrwurm-Refrain und unterstreicht so gleich zu Beginn, dass die in der Vergangenheit oft lähmenden Selbstzweifel inzwischen einem neuen Selbstverständnis gewichen sind. Das gewachsene Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Freude daran, aus alten Mustern auszubrechen, führt sie bei diesem Song zu einem hoffnungsvollen Sound, der klanglich einen Bogen vom (Alternative-)Pop der 2010er-Jahre zum Zeitgeist schlägt und bei dem nicht die Gitarre im Zentrum steht.
Doch obwohl der Hang zum Experimentieren auf „Kind of Life“ ein wichtiger kreativer Motor ist, zeigt eine Nummer wie „Take the Leap“, dass die musikalische DNA von Blush Always im Kern intakt bleibt, wenn alte Markenzeichen mit einem Gefühl von Monotonie verschmelzen und so eine ganz besondere Stimmung heraufbeschworen wird. Textlich nimmt sich der Track das übergeordnete Thema des Albums in den Blick: Es geht um das Reflektieren der eigenen Lebensgestaltung, das Eingeständnis von Unsicherheiten und gleichzeitig auch um die Dankbarkeit für all die Möglichkeiten und Optionen, die das Leben bietet.


„Echo Chamber“ wiederum setzt auf ein geradezu mystisches und unerwartet düsteres Flair, das auch bei „Minimal Eye Contact“ oder „February“ aufhorchen lässt. Die Nummer besticht durch ihre herausragend fantasievolle Produktion und die besondere Ruhe im Refrain. Inhaltlich bleibt das Stück bewusst etwas vage. Es kreist um eine tiefgründige Identitätssuche und wirft die Frage auf, inwieweit man Sinn, Bedeutung oder gar ganze Identitäten von anderen Personen übernehmen kann.


Ähnlich wie „Fake it“ spielt auch „Crickets“ mit den Erwartungen des Publikums. Die Nummer bricht mit klassischen Songstrukturen und entpuppt sich stattdessen als hochmoderner und dabei ungemein mitreißender Indie-Pop-Entwurf, bei dem die hypnotisch wirkende Wiederholung der titelgebenden Catchphrase an die Stelle eines traditionellen Aufbaus mit Strophe und Refrain tritt, während praktisch jeder Part als eine Art Refrain fungiert, der sich sofort im Ohr festsetzt. Der spürbaren Neuausrichtung zum Trotz sorgt der charakteristische Gesang allerdings dafür, dass das Band zur Vergangenheit nicht vollends abreißt und der Song unverkennbar nach Blush Always klingt.


Dass das Albumcover von einem Kunstwerk mit dem symbolträchtigen Titel „Discovery of Self“ inspiriert wurde, passt da perfekt ins Bild, denn genau dieses Entdecken eines neuen Selbst(-verständnisses) ist die treibende Kraft hinter „Kind of Life“.


Das gilt auch für die visuelle Umsetzung der neuen Lieder: Zu den Singles des Albums gibt es nicht etwa in sich geschlossene Videoclips, sondern einen liebevoll analog auf 16mm gedrehten Kurzfilm, der alle vier Songs enthält und in Puzzleteilen mit den jeweiligen Singles veröffentlicht wird, am Ende aber ein Ganzes ergibt.
All das macht „Kind of Life“ zum Dokument einer beeindruckenden Weiterentwicklung: intim, experimentell, unerschrocken und kompromisslos echt.


Anfang Februar 2027 sind Blush Always dann auf der „Kind of Life“-Tour live zu erleben. Der Vorverkauf startet am 04.09.2026.


01.02. Hamburg, Molotow Top Ten Bar
02.02. Köln, Bumann & Sohn
03.02. Mainz, Schon Schön
04.02. Berlin, Neue Zukunft
05.02. Leipzig, Ilses Erika
06.02. München, Milla

Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
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© Geheimtipp Hamburg

Molotow

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