Als Kind beobachtete die koreanische Künstlerin Kyung-Hwa Choi-Ahoi gerne wie ihre Mutter Äpfel schälte. Es gab sie mehr oder weniger täglich zum Nachtisch. Die Mutter schnitt die Schale in einem einzigen lang gedrehten Streifen ab, der Choi-Ahoi an Schlangen erinnerte. Sie ließ sie als Kind gerne tanzen, bis sie brachen. Gegessen wurden die Äpfel als Nachtisch, in sechs Schnitze zerteilt, die säuberlich auf einem Porzellanteller angeordnet waren, mit einer Gabel. Äpfel wurden zum festen Bestandteil der Jugend für die Künstlerin. Sie erinnern sie besonders an ihre Mutter. Erst als Erwachsene, als sie deren Träume und unerfüllte Wünsche erkannte, stand der Apfel für sie im tieferen Sinne für das, was Mythen über den Apfel erzählen: Symbol für Verführung, für Erkenntnis; Eva, der Apfel und die Vertreibung aus dem Paradies.
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